EUROPEAN NETWORK OF GREEN SENIORS
Die Situation älterer Menschen in Europa(deutsch)
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Man kann die Tatsache nicht leugnen, dass Europa älter wird. Jedoch muss das Alter nicht als Krankheit betrachtet werden, sondern als ein hoch komplexer fortschreitender Prozess, der eine neue Herangehensweise an die Sozialpolitik erfordert.
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Ältere Menschen besitzen ein äußerst unterschiedliches Spektrum an Erfahrung, Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen und bilden neue Quellen an reicher Erfahrung auf Grund ihres privaten und beruflichen Lebens.
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Das parlamentarische Plenum nimmt die Gelegenheit wahr, dem Kongress der örtlichen und regionalen Behörden des Europarates für seinen Vorschlag zu gratulieren, eine Charta für die Zusammenarbeit zwischen den Generationen auszuarbeiten, die das Ziel hat, ein Forum für den Dialog zwischen den Generationen zu bilden.
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Das Alter eines Menschen ist nicht länger ein Indikator für Gesundheit, Reichtum oder sozialen Status und es ist eine dringende Notwendigkeit, das Verhältnis und die Stereotypen bezüglich des Alters zu ändern und die Politik entsprechend zu berichtigen, insbesondere mit Blick auf das allgemeine Rentenalter. Steigende Lebenserwartung hat auch bedeutende Folgen für das soziale Sicherungssystem in den Ratssitzungen der europäischen Mitgliedstaaten.
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In diesem Zusammenhang verweist das Plenum auf eine der Entscheidungen der „United Nations 2nd World Assembly on Aging“ von 2002 in Madrid, die besagt „ältere Menschen sollten die Möglichkeit zu befriedigender und produktiver Arbeit haben, so lange sie wollen und können.“
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Leider erleiden ältere Menschen noch zu oft Diskriminierung, ob im täglichen Leben oder in beruflichem Zusammenhang. Diese Diskriminierung betrifft ihren Beruf, ihren Zugang zur Gesundheitsversorgung, Bildung, finanzielle Unterstützung und ihre Beteiligung an politischen Entscheidungen.
In diesem Zusammenhang ist das Plenum der Meinung, dass schnellstens gehandelt werden muss, gemeinsam die skandalösen Situationen, die unstreitbar in Einrichtungen oder Altenheimen beobachtet werden, zu beenden, auch ältere Menschen vor dem Leiden unter sozialem Ausschluss und dem Leben unter unakzeptablen Bedingungen zu schützen, die mit den grundsätzlichen Prinzipien der bestimmenden Mitgliedstaaten unvereinbar sind. Steigende Lebenserwartung muss ein Segen für jeden sein.
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Im Bewusstsein ist der Artikel 23 der überarbeiteten „European Social Charta/ ETS No. 123, der Maßnahmen vorsieht, dass ältere Menschen Zugang zu „Gesundheitsversorgung und nach Notwendigkeit und Bedürfnis zu Dienstleistungen“ haben. Das Plenum missbilligt die Tatsache, dass in manchen Ländern älteren Menschen ärztliche Behandlung auf Grund von Kosten verweigert wird.
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In diesem Zusammenhang betont das Plenum die Notwendigkeit einer bestimmenden Gesetzgebung oder gemeinsamer Vereinbarungen, nicht zuletzt in Hinsicht auf abhängige ältere Menschen, die in Einrichtungen oder Altenheimen leben.
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Das Plenum verdeutlicht, dass die Mehrheit der älteren Menschen in den Mitgliedstaaten Frauen sind, die eine besonders verletzliche Gruppe sind und in vielerlei Weise diskriminiert werden. Außerdem wird die Unsicherheit der älteren Menschen durch unzulängliche soziale Unterstützung und ihr niedriges Einkommen verschlimmert. Zusätzlich ist zu bemerken, dass es häufig die Frauen sind, die verantwortlich für die Pflege der älteren Menschen sind. Die Pflege zwingt sie, ihren Beruf aufzugeben mit allen darauf folgenden Konsequenzen für ihr Einkommen und die spätere Rente.
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Das Plenum lenkt seine Aufmerksamkeit auf die besondere Situation älterer Migranten und ältere behinderte Menschen. Ältere Migranten sehen sich einem besonderen Risiko gegenüber, nämlich zweifacher oder sogar dreifacher Diskriminierung und das erfordert spezielle Politik und Kultur sensible Dienstleistungen wie in den Empfehlungen vereinbart: „ Recommendation 1619 von 2003 „Rechte für ältere Migranten“
http://assembly.coe.int/Main.asp?link=http://assembly.coe.int/ASP/Doc/RefRedirect EN.asp?Doc
Außerdem müssen die Regierungen den bedeutenden Beitrag älterer Migranten für das wirtschaftliche Wachstum in der Vergangenheit erkennen und die wichtige Rolle, die sie noch immer bei der Integration der neuen Migranten-Generation in das Gastland spielen.





